Andritz ist ein internationaler Industrie- resp. Technologiekonzern und liefert Anlagen, Systeme, Ausrüstungen und Servicedienstleistungen für unterschiedliche Industrien. Das Unternehmen gehört zu den Technologie- und Marktführern im Bereich Wasserkraft, in der Zellstoff- und Papierindustrie, der metallverarbeitenden Industrie sowie in der kommunalen und industriellen Fest-Flüssig-Trennung. Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich in der Steiermark. Andritz beschäftigt aktuell fast 28‘000 Mitarbeiter in mehr als 40 Ländern (280 Standorte).
Management mit starkem Leistungsausweis
Als Industrieunternehmen ist Andritz grundsätzlich abhängig von der globalen Konjunktur. Trotzdem hat das Unternehmen in der Vergangenheit in Krisenzeiten – wie zuletzt während der Corona-Pandemie – in jedem Quartal Gewinne erwirtschaftet und der Auftragseingang ist nicht eingebrochen wie bei anderen Industrieunternehmen. Selbst der verschärfte Wettbewerb aus China im Bereich Hydro und die Schwäche der Automobilbranche konnten den Grazern nichts anhaben. Andritz verfügt in allen Geschäftsbereichen über eine weltweit führende Marktposition. Der Leistungsausweis des Managements ist herausragend.
Investment Case
Zusätzlich profitiert Andritz vor allem vom Boom der Wasserkraft und der Zellstoffnachfrage in Lateinamerika und Asien, wo fast ein Drittel des Konzernumsatzes generiert wird. Dieser Trend ist weniger abhängig von der Konjunktur. Zudem kommen etwa hohe 40 Prozent der Erträge aus dem Ersatzteil-Geschäft, welches wiederkehrend ist. Trotz des anhaltend hohen Auftragsbestand weist die Aktie eine moderate Bewertung auf. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 mit zehn Milliarden Euro Umsatz und einer EBITDA Marge von neun Prozent ist aktuell im Aktienkurs nicht abgebildet.
Aktuelle Bewertung zum Einstieg nutzen
Die Aktie handelt aktuell bei einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 11.3. Der langjährige Durchschnitt liegt bei über 18. Aufgrund der tiefen Bewertung empfehlen 91 Prozent der Analysten die Aktie zum Kauf, 9 Prozent empfehlen Halten. Verkaufsempfehlungen gibt es keine. Die Kursziele gehen bis über 80 Euro (derzeitiger Preis EUR 56). Sollte sich der Aktienkurs in den nächsten Monaten trotz guter Aussichten weiterhin seitwärts bewegen, so wird der Anleger mit einer Dividendenrendite von rund 4.6 Prozent (2024) „entschädigt“. Die Aktie des Grazer Grossanlagenbauers ist eine Kernanlage im Industriesegment und derzeit ein klarer Kauf.
Quellen: LLB, Bloomberg, Baha